28.10.2026
Schlussendlich war es ein verdienter Ausgang eines umkämpften Handball Derbys: Die Männer des TSV Vaterstetten mussten sich in ihrer Heimspielhalle des Humboldt Gymnasiums dem TSV EBE Forst United mit 25:28 (11:18) Toren geschlagen geben.
Die Aufsteiger des TSVV scheiterten an bedeutend abgeklärteren und effektiven Gästen. Vorallem die Vielzahl an Eigenfehlern führte Vaterstettens Übungsleiter Niklas Stumpf, der die junge Truppe zusammen mit Steffen Pilopp betreut, als Grund der Derbypleite an. „Das waren leider wieder mal zu viele technische Fehler und auch Fehlwürfe“, bedauerte Stumpf, der alleine in der ersten Hälfte für ihn erschreckende „14 Fahrkarten und acht technische Fehler“ notiert hatte. „Eigentlich hatten wir unsere Chancen, aber wir haben den Ball einfach nicht reingebracht.“ Zugleich musste er TSVV Coach auch den Ebersbergern Respekt zollen, die „gut drauf mit Tempo nach vorne“ gewesen seien und mit konsequenten Würfen überzeugt hätten.
Vaterstetten lag von Anfang an im Hintertreffen und sah sich beim 2:9 (15.) erstmals mit sieben Toren Differenz konfrontiert. Durch die Ebersberger Wucht „haben wir unsere Abwehr auch nicht wirklich stabilisiert bekommen und es unseren Torhütern auch echt schwer gemacht“, so Stumpf kopfschüttelnd. Der neue United-Trainer Philip Ball war natürlich erleichtert und glücklich, „dass wir so schnell online waren. Wir waren die bessere Mannschaft“, die eine „unfassbar gute erste Halbzeit“ gespielt habe. Ein Sonderlob hatte er sofort für Torwart Jakob Stocker parat, der bis zur Pause bereits zwei Strafwürfe und vier, fünf freie Würfe entschärft hatte.
Der Ebersberger Angriff sei dazu „extrem hochprozentig“ gewesen. „Wir hatten fast keine Fehlwürfe und haben uns damit für die gute Deckungsarbeit belohnt“, lobte Ball. Die Gäste kontrollierten auch nach der Pause die Partie, wenn auch nicht mehr alle Würfe das Ziel fanden. Forst United steckte aber auch eine kritische Phase weg, als der TSVV aus einem 17:24 ein 20:24 (48.) machte. Doch die Routiniers Fabian Schuhbauer und Stefan Schablowski, der erstmals in dieser Saison mitwirkte, übernahmen viel Verantwortung und „haben viel Ruhe reingebracht“, betonte United-Coach Ball. Der Vaterstettener Schwung ebbte ab–es gab ein 25:28. „Wir haben es nie geschafft, Ebersberg wirklich unter Druck zu setzen“ ,gratulierte Niklas Stumpf fair den Gästen.
Artikel: Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur vom 27.10.2026- Olaf Heid