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Graue Wolken über Vaterstettens Handballhimmel

Trotz reiner Weste

01.11.2006 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 1162400727 Blick und Geste beschwörend nach oben gerichtet. Möge die Wolkendecke für Thomas Eck aufreißen und die Wunschformation verheißen. (Foto: jwg)
Vaterstetten – Wer Vaterstettens Handballtrainer Thomas Eck beim Monolog über den Leistungsstand seiner neuen Mannschaft zuhört, glaubt sich in einem Horrorscenarium wiederzufinden. Da gibt es anscheinend nur Kranke, Verletzte, Urlauber und beruflich Verhinderte. Das ist für den Trainer eine einzige Kathastrophe. Wer diese Woche das Training beobachtet hat, neigt dazu ihm Recht zu geben. Ein knappes Dutzend Teilnehmer favorisierte ein individuelles Training, beabsichtigte Festigung von Spielzügen verkam zur Fehlanzeige. Für den engagierten Vaterstettener Coach grenzt es an ein kleines Wunder, dass seine Mannschaft als einziges Team noch ohne Verlustpunkt ganz vorn in der Bayernliga mitmischt.
Bei allen Einschränkungen soll es auch am Sonntag nach dem Heimspiel gegen TSV Schwabmünchen (Beginn 15.30 Uhr in der Sporthalles des Humboldt-Gymnasiums) so sein. Doch schon wieder zeichnet Eck graue Wolken über den Vaterstettener Handballhimmel. Der Schnaggler von Krissi Bellmann in Rimpar zwingt voraussichtlich zur Pause. Stephi Hoepner fehlt weiterhin. Doch die Wolkendecke zeigt auch freundliche Aufrisse. Monika Schnell wird wieder dabei sein, ebenso signalisierte Kirsten Richter nach dem Training volle Belastbarkeit.
Thumb 1162402036 'Les grandes Dames du TSVV-Handball': Im 13. Jahr spielen Kirsten Richter (l.) und Evi Hoffmann für Vaterstetten. Das soll Glück bringen. (Foto: jwg)
Der Gegner vom Sonntag ist aber wesentlich besser als deren Tabellenplatz. Die bayerischen Schwaben sind mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet. "Gegen Regensburg und Bergtheim waren das sehr knappe Angelegenheiten", warnt Eck. Die Gäste bevorzugen einen modernen schnellen Angriffshandball. Angetrieben vom Dreigespann Sybille Jendrzej, Svea Thurner und Andrea Hildbrand, das drei Viertel aller bisherigen Schwabentreffer erzielte, werden die Gäste unverzagt stürmen. Deren Ausbeute ist um fast drei Tore pro Spiel besser als die des TSVV. Ihr Nachteil: die Abwehr und die Rückwärtssicherung wirken angesichts von 157 Gegentoren in sechs Spielen vernachlässigt. Doch Vorsicht: Schwabmünchen kommt mit dem Rückenwind aus dem ersten Sieg am letzten Sonntag über Burghausen nach Vaterstetten.Die Vaterstettener Damen wissen, wo ihre Chancen in diesem Spiel liegen. Die Fans können sich voraussichtlich auf ein an Toren reiches Spiel einstellen, an dessen Ende alles andere als ein Vaterstettener Erfolg wohl einer Überraschung gleich käme.