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Herzlich Willkommen bei den Handballern des TSV Vaterstetten!

Teamsport vom Allerfeinsten

27.02.2016

Männer 1

BOL-Gipfeltreffen in Riem

von Wilfried Gillmeister

Die ewigen Rivalen TSV Vaterstetten und SV Laim wollen es wissen

Vaterstetten – Rechtzeitig vor dem Gipfeltreffen des 16. Spieltags  konnte  die Transparenz in Oberbayerns höchster Spielklasse der Handballherren hergestellt werden.  Da hat der Tabellenführer TSV Vaterstetten am Sonntag (Beginn 18:45 Uhr) den nun offensichtlich einzigen Verfolger SV Laim zu Gast in der Riemer Sporthalle an der Astrid-Lindgren-Str. 13.  Gast sind die Vaterstettener eigentlich selber, denn ihre Heimathalle im Vaterstettener Gymnasium  ist als Asylantenquartier nun schon fast die komplette Saison für den Sport gesperrt.


Niemand, am wenigsten die Vaterstettener selbst , hatten das TSVV-Team vor dem 15. Spieltag auf der Rechnung für den Top-Platz  mit 28:2 Punkten und  mit drei Punkten Vorsprung vor Laim. Fünf permanent verletzungsbedingte  Ausfälle beklagte Trainer Eck vor dem ersten Anpfiff, mit Johannes Kiefl fehlt seit sechs Spieltagen auch noch ein Angreifer für die linke Seite. Nimmt man noch das Hallenproblem (auch erheblich eingeschränktes Training) hinzu, dann steht jeder  vor einem positiven Rätsel. Wie kann es sein, dass eine komplette Aufstellung ersetzbar wird und der Vorjahresvergleich alles in den Schatten stellt?  Selbst im Meisterjahr vor 15 Jahren stand das Team nicht besser da. Aus dem damaligen Kader ist heute nur noch Thomas Eck als Trainer dabei. Er war damals mit 62 Toren drittbester Torschütze.  Die Mannschaft heute scheint altersmäßig ausgeglichener, mit vielen jüngeren  Spielern und den erfahrenen Korsettstangen  ist sie wohl stabiler aufgestellt. Allerdings so einen Reißer wie Reinhold Linke, der damals 160 Tore in der Saison warf, haben die TSV-Männer heute nicht. Für Thomas Eck ist das kein Problem: "Das Spielsystem entspricht immer den Möglichkeiten in der Mannschaft".


„Abwehr steht" skandierten die Fans gegen Haching II von der Tribüne. Hier gab es gegen Niklas Stumpf und Roman Recknagel kein Durchkommen. (Foto: Jürgen Rossmann)

Die Gäste spielten bisher eine starke Rückrunde. Es wird ein hochinteressantes  Duell der besten Vaterstettener  (Ø 21,3 Gegentore) Abwehr gegen  die Torhungrigsten der Liga aus Laim (Ø 29,5 eigene Treffer).  Das erste Spiel im Laim gewannen die TSVV-Männer damals im November sensationell  mit 22:25 (8:12) Toren.  Sie überzeugten mit Effektivität, mannschaftlicher Geschlossenheit  wie auch individueller Stärke.  Für Vaterstetten von Vorteil  ist gegenwärtig, dass die herausragenden Individualisten jedes Mal andere sind. Das macht das Team in Summe unberechenbarer.  Entscheidend kann sein, ob die TSVV-Torhüter wie zuletzt immer gut ins Spiel kommen. Das hat sich im Spielverlauf  stets positiv ausgewirkt. „Abwehr steht“ skandierten die TSVV-Fans zuletzt stimmungsvoll  gegen Unterhaching. 


Es geht für beide Teams um sehr viel.  Vaterstetten will den Vorsprung ausbauen und Laim die eigenen Titelchancen bewahren. Die beiden Schiedsrichter, Hakan Karaca und Julian Lamberty (beide PSV München), werden wohl  keinen gemütlichen Abend haben. Da hilft Gelassenheit. „Wir haben noch sieben Spieltage“, wehrt  auch das Trainerduo Thomas Eck und Michael Jäger ab. „Da kommen auf  jeden noch ein paar sehr unangenehme Gegner zu“, denn nicht nur der Meisterschaftskampf macht Kräfte frei. Die TSVV-Männer können davon schon ein Lied singen. Bruckmühl (auf Abstiegsplatz) brachte ihnen die bisher einzige Saisonniederlage bei. Bliebe das so", ist aus dem Kreis der weiblichen Fans zu hören, wäre das natürlich zauberhaft"!


jwg


Ralph Liep ist der Antreiber der zweiten Welle, bewegt sich effektiv in der Achse und zeigt auch Vollstreckerqualitäten. Prädikat: sehr wertvoll! (Foto: Jürgen Rossmann)