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Vaterstettener 'Außenzangen' gegen Nürtinger 'Kreisrochaden'

Sportlicher Leckerbissen

09.03.2006 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 1141943002 Ihr Einsatz ist gefordert: Corina Cupceas Übersicht im Rückraum und Tina Augenthaler Durchsetzungsvermögen (Foto: jwg)
Vaterstetten – Eigentlich könnten sich die Handballdamen vom TSV Vaterstetten und der TG Nürtingen am Sonntag um 15.45 Uhr in Haar-Eglfing zu einem sportlichen und freundschaftlichen Treffen zusammenfinden. Die Teams kennen sich gut, man achtet sich und Vaterstettens Kreisläuferin Stefka Ahr ist wohl mit der halben Mannschaft des Gastes befreundet. Wenn da nicht der leidige Überlebenskampf in der Regionalliga beide Vereine für 60 Minuten dazu zwingen würde, den Wert eines Sieges ganz hoch anzusetzen. Vor rund sechs Monaten sah das noch anders aus. Da trafen sich beide Teams zu einem Vorbereitungsspiel, das Vaterstetten mit drei Toren Differenz gewann. Man verabschiedete sich in der Hoffnung auf ein sorgenfreies Wiedersehen in der Meisterrunde. Die Nachgeschichte ist bekannt: Nürtingen scheiterte knapp und Vaterstetten wegen vieler Verletzungen nicht ganz so knapp.
Jetzt ist knisternde Spannung angesagt. Die beiden Trainer Rolf Gaber (Nürtingen) als auch Thomas Eck (Vaterstetten) haben nahezu das bestmögliche Aufgebot beieinander.
Thumb 1141943281 Wenn Stephi Hoepner durchkommt, gibt es zwei Möglichkeiten: Tor oder Siebenmeter (Foto: jwg)
Gabers Mannschaft kommt mit der Begeisterung eines überraschenden und quasi in letzter Sekunde errungenen 23:22-Sieges über Bundesligaabsteiger Regensburg nach Oberbayern. Er verfügt über herausragende Spielerpersönlichkeiten. Die Dominanz von Sladana Ivic, die seit Jahren in der Spitzengruppe der Torschützen zu Hause ist und die hoch aufgeschossene Stefanie Skenderovic, der man den Ball so weit in den Kreis vorlegen kann, dass nur sie in der Lage, aufgrund von 180 cm Körperlänge diese Vorlagen noch aufzunehmen. Ihre Rochaden am Kreis können Spiel entscheidend sein. Hinzu kommt auch noch die aus Berlin gekommene 24jährige Jessica Skekeres."Nürtingen liegt uns. Dennoch müssen wir uns warm anziehen," verweist Eck darauf, dass seine Damen auf eines der stärksten Teams der Abstiegsrunde treffen werden und wegen der gesperrten Vaterstettener Halle nur unzureichend trainieren konnten. Nürtingen kann eine offensive 3:3-Abwehr (gegen Regensburg) ebenso wie eine defensive 6:0-Formation spielen. Wie flexibel sich Ecks Team im Angriff darauf einstellen kann, wird eine entscheidende Frage sein. Fehlen wird mit Sicherheit Steffi Blechinger, die studienhalber in die Schweiz gezogen ist. Dafür wird wohl die erfahrene Kirsten Richter die rechte Außenbahn bekleiden und auch Arife Krivaca macht wieder den linken Flügel stark. Die beiden zuverlässigen Außenzangen können dafür sorgen, dass in der Mitte Platz für den Rückraum entsteht.
"Jetzt helfen nur noch Siege," weiß Eck, dass er sich mit der Aussage wiederholt. Der Wiederholung würdig sind natürlich auch Erfolge. Mit den beiden überzeugenden Siegen über Holzheim und Ottersweier haben sich die Vaterstettener Damen im Gespräch um den Klassenerhalt gehalten. Da soll auch noch länger ein Wörtchen mitgeredet werden.