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DHB-Bundesratsbeschluss

Kein Handball vor der Sommerpause

22.04.2020 | von Wilfried Gillmeister


Thumb georg clarke klahn 04 10 13 86462 "Alles hängt davon ab, ob und wann die Sporthallen für den Vereinssport geöffnet werden,"meint BHV-Chef Georg Clarke, dem es auch schwer fällt, sich ein Spiel mit Atemschutzmaske vorzustellen.

Landkreis-Jetzt ist es angesichts der Corona-Pandemie auch für den Handballsport entschieden, dass der im März unterbrochene Spielbetrieb auf allen sportlichen Ebenen beendet wird. Das ist im Umlaufverfahren des DHB-Bundesrates am Dienstag mit über 80Prozent Zustimmung beschlossen worden. Auch die Handball-Bundesliga der Männer ist nun einige Wochen nach den Frauen in der 1. und 2. Liga beendet.

Generell gibt es in allen Ligen keine Absteiger. Nach Auskunft von Georg Clarke, Vizepräsident im DHB und Präsident des Bayerischen Handballverbands, wird zur Ermittlung von Meisterschaften und Aufstiegsplätzen eine definierte Quotientenregel angewendet. Stichtag dafür ist der 12. März. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Pluspunktzahl wird durch die Anzahl der Spiele dividiert, der ermittelte Wert mit 100 multipliziert und auf eine Stelle nach dem Komma gerundet. Es kann auch mehr als nur einen Aufsteiger pro Liga geben.

Damit konnte der THW Kiel als erfolgreichster Verein der letzten 20 Jahre nach längerer Unterbrechung von den 36 Erst- und Zweitligisten zum Deutschen Meister erklärt werden.Alle waren sich einig, dass dies noch die fairste unter allen unsportlichen Lösungen sei. 

Die Aufsteiger der dritten Ligen stehen fest. Aus Oberbayern (Bezirk Alpenvorland) steigt TuS Fürstenfeldbruck in die zweite Bundesliga auf. „Leicht gefallen ist uns der Beschluss zum Abbruch nicht gefallen“ meint Georg Clarke, „es war eine Entscheidung der Vernunft über das Sportlerherz“. "Unsere Aufgabe ist es, in den nächsten Wochen die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Neustart in die nächste Spielsaison zu schaffen“, führt Clarke weiter aus. Dafür müssen aber die Hallen für Training und Spielbetrieb geöffnet werden. „Es fällt mir aber noch schwer, ein Spiel mir Atemwegsschutz-Ausrüstung vorzustellen“.

Die Landesverbände ziehen mit ihren Entscheidungen diese Woche noch nach. Fest steht, dass die Regionalligen (3. Liga) die Zahl der Mannschaften um acht (maximal 72) bei den Männern und vier (maximal 60) bei den Frauen vorübergehend aufgestockt werden können. Somit können sich mehrere Teams auch innerhalb der Landesverbände noch einen Aufstieg ausrechnen.Die Entscheidung des BHV-Präsidiums wird noch diese Woche erwartet. Vereinsnennungen gehören noch nicht dazu.

Mit dieser Perspektive beschäftigen sich die Vereine des Landkreises nicht. Im Einzelfall vielleicht die Vaterstettenerin Verena Taenzler, die mit ihrem Erstverein HC Erlangen über die Quotientenregel aus der Bayernliga in die dritte Liga aufsteigen kann. Gratulation gilt den Herren vom SV Anzing und den Damen von TSV EBE Forst United. Sie haben nach ihrem Aufstieg die Bayernliga auch über die sportliche Platzierung als höchste bayerische Spielklasse gehalten. Auf dem „aufsteigenden Ast“ befanden sich vor dem Saisonabbruch auch die Damen des TSV Vaterstetten in der Landesliga mit einem erwarteten Mittelfeldplatz. Glückwunsch gilt auch den drei weiblichen Jugendteams von TSV EBE Forst United, die in mit den A-, B- als auch C-Teams Bayerischer Vizemeister geworden sind. Als Bezirksoberligameister der Damen wird TSV Grafing das Aufstiegsrecht in die Landesliga voraussichtlich nicht wahrnehmen wollen.
Wilfried Gillmeister