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Herzlich Willkommen bei den Handballern des TSV Vaterstetten!

Teamsport vom Allerfeinsten

06.10.2026

Damen 1

Knackpunkt Körpersprache

von Johanna Stumpf

Forst United fertigt Vaterstetten klar mit 38:27 Toren ab

Die Handballfrauen des TSV EBE ForstUnited bleiben die Numme reins im Landkreis. Der amtierende Bayerische Meister setzte sich in einem meisteinseitigen Regionalliga-Derby gegen den TSV Vaterstetten deutlich mit 38:27 (18:10) Toren durch und verbesserte sich in der Tabelle auf Rang drei. Der Ebersberger Mannschaft ums Trainergespann Susanne Pognot und Simon Klawe gelang damit zugleich eine eindrucksvolle Revanche für die 26:29-Niederlage am Ende der Meistersaison. „Unser Matchplan für das Derby ist vollaufgegangen“, schwärmte Pignot. „Wir hatten uns fest vorgenommen, das zu kontrollieren, was wir selbst beeinflussen können: unsere Leidenschaft, unsere Körpersprache und unseren Einsatz. Das haben die Mädels überragend auf die Platte gebracht.“ In einer voll besetzten Dr. Wintrich-Halle hatten die Forst Ladies von Anfang an den Fuß auf dem Gaspedal. Nina Allombert brachte ihre Formation per Dreierpack mit 3:1(6.) in Front. Die Vaterstettener Frauen wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Sie gerieten immer höher in Rückstand. Das Trainerteam mit Tobias Graf, Melanie Gernsbeck und Stefan Huppmann musste in Hälfte eins gleich zweimal eine Auszeit nehmen – beim 2:6 (9.) und 7:13 (21.). „Die erste ist gleich ein Stückweit verpufft“, bekannte Coach Graf. „Erst nach der zweiten Auszeit lief es besser. Da hatten wir uns gefunden und eine gute Phase. “Der TSVV kam auf 10:14 (24.) heran und zwang nun United dazu, die grüne Karte zulegen.

Es folgte aus Sicht von Graf der Knackpunkt: „Wir hatten eine Minutelang eine doppelte Überzahl und die Möglichkeit, uns weiter heran zu robben. Doch wir haben es geschafft, dreimal einen Schmarrn und kein Tor zu machen“, ärgerte sich der TSVV-Übungsleiter. Zweimal folgte ein Fehlpass an den Kreis, einmal ließ man sich zum frühen Wurf aus schlechter Position verleiten. „Das war der Genickschuss.“

Bis zur Pause legte ForstUnited darum durch Tore von Lilly Reinosch, Allombert und Lena Dirnberger (2) entscheidend zum 18:10 vor. Und man überstand erneut eine 90 Sekunden andauernde Unterzahl schadlos. „Wir haben zweimal frei verworfen und es verpasst, auf 12:18 heranzukommen. Danach war das Spiel gelaufen“, so Graf, der fair gratulierte: „Ebersberg hat verdient gewonnen. Unsere Abwehr hatte keinen Zugriff. Wir waren in 1-1-Situationen unterlegen und taktisch nicht diszipliniert genug.“ „Wir haben von Anfang an die Richtung vorgegeben und Vaterstetten unser Spiel aufgedrückt“, freute sich dagegen Pignot, deren Team die bitteren Ausfälle vorm Duell von Lucie Mäsel (Schulter) und in Hälfte zwei von Franziska Janzen (Knie) wegstecken musste. Forst United zog bis auf 34:22 (53.) davon und ließ es zum 38:27-Endstand austrudeln. „Wir haben in jeder Phase über die Körpersprache gezeigt, dass wir dieses Derby ohne jeden Zweifel gewinnen wollen“, lobte Trainerin Pignotihr Team. „Genau dieser unbedingte Wille war heute der Schlüssel zum Erfolg.“


Artikel: Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur vom 05.10.2026 - Olaf Heid