28.01.2026
Zwischen wild und abgeklärt
HANDBALL – BEZIRKSLIGA Vaterstetten zeigt Grafing erneut die Grenzen auf und siegt 33:27
Die Vaterstettener Handballer haben auch das zweite Bezirksliga-Derby gegen den TSV Grafing gewonnen.
Nach dem 34:30-Hinspielsieg holte das Team von Coach Niklas Stumpf und Steffen Pilopp mit einem 33:27 (16:13)-Erfolg die nächsten Punkte. Damit ist der TSVV (nach Minuspunkten) nun Tabellenführer – gleichauf mit dem SV Anzing III, der ein Spielweniger absolviert hat.
Vaterstetten musste vor der Partie eine Hiobsbotschaft verkraften. Tobi Maier sagte krankheitsbedingt ab. Coach Stumpf stellte um, ließ Leon Konetzko für Martin Kuhn spielen und freute sich über den gelungenen Schachzug: „Ein Luxusproblem eines großen und gleich guten Kaders.“ Entsprechend gut startete der TSVV ins Spiel, lag nach knapp elf Minuten drei Tore in Front (6:3). „Francis Müller und Sebastian Langenhan haben sehr gut funktioniert in Kombi mit Mitte und Kreis“, so Trainer Stumpf, der eine gute Abschlussquote und kaum verworfene Bälle seines Teams sah.
Er hatte auch ein Lob für den Gegner parat: „Grafing hat sehr gut gespielt und in den ersten 30 Minuten nie zugelassen, dass wir weiter weg ziehen konnten wie mit drei Toren.“ „Unsere Abwehr hat sich gegenüber dem Hinspiel, das ja erst vor 14 Tagen war, gesteigert“, freute sich Grafings Coach Martin Fischbacher. Wenngleich der Anfang der zweiten Halbzeit „ziemlich wild“ (O-Ton Stumpf) und geprägt von mehreren Strafzeiten war, blieben die Gäste bis zum letzten Drittel der Partie dran. „Dann haben wir uns leider einen Tick zu viele Fehler geleistet“, erklärte Fischbacher den anwachsenden TSVV-Vorsprung.
„Bis zur 42. Minute waren wir auf Schlagdistanz, dann kamen die kleinen Nuancen zum Tragen, die noch den Unterschied ausmachen.“ Ab Minute 53 setzte Vaterstetten den Deckel drauf. Und das trotz doppelter Unterzahl. Mit einem 5:0-Lauf bekamen die Gäste die Grenzen aufgezeigt. „Das haben wir sehr gut gemeistert“, so die freudige Reaktion von Niklas Stumpf, wobei sich Keeper Jonas Knott ein Sonderlob verdiente: „Als Trainer bin ich wirklich sehr zufrieden mit der Leistung und der Motivation der Mannschaft.
Das war eine super Teamleistung. Jeder hat seinen Job sehr gut gemacht.“ Trotz der erneuten Niederlage bleibt Grafings Trainer Martin Fischbacher optimistisch: „Noch sind wir nicht so weit. Deshalb werden wir aber den Kopf nicht hängen lassen. Die Moral und Stimmung ist trotzdem hoch. Ich bin sicher, das Training wird uns weiterbringen.“
Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur vom 27.01.2026 - Wolfgang Herfort
Bild: Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur vom 27.01.2026 - Stefan Rossmann