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Herzlich Willkommen bei den Handballern des TSV Vaterstetten!

Teamsport vom Allerfeinsten

28.01.2007

Den TSVV-Damen fehlten in Bayreuth drei Sekunden zum Sieg

von Wilfried Gillmeister

Nur ein Punkt im Gepäck

Vaterstetten – Endlich! Nach drei in Folge verlorenen Auswärtsspielen sind die Handballdamen des TSV Vaterstetten aus dem Spiel bei HaSpo Bayreuth nicht mit leeren Händen zurückgekehrt. Richtig geglückt war der Ausflug in Frankenland aber auch nicht, denn es gab mehr zu holen als die Punkteteilung beim 27:27 (15:10)-Remis.

"Den zweiten Punkt haben wir in der ersten Halbzeit liegen gelassen," macht Trainer Thomas Eck eine 20minütige mentale Auszeit als Ursache fest. Da wurde nach 0:2-Rückstand ein 4:4-Ausgleich erkämpft, um sich quasi für den Rest der ersten Halbzeit aus dem Spiel zu verabschieden. Das Spiel über die Außen geriet zur Fehlanzeige, von zehn passablen Chancen über Außen wurde nur eine genutzt. Zwei Strafwürfe fanden wieder nicht ihr Ziel und die beiden Bayreuther Schlüsselspielerinnen Kerstin Müller und Evelyn Hock trafen nach Belieben (elf Treffer in der ersten Halbzeit). Bereits nach einer Viertelstunde nahm Eck die Auszeit, um seine Damen auszurichten. Doch es nutzte nicht viel. Die beiden Stammtorfrauen Steffi Brandes (von Grippe geschwächt) und Janet Pritzel hatten nicht ihren besten Tag als Eck entschied, die A-Jugendliche Laura Cuperus zwischen die Torpfosten zu stellen. Da schickte sich das Team an, einen 7:13-Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen.
Beide erfolgreich: Krissi Bellmann (l.) mit 9 Treffern wieder überragend aber Evi Hoffmann (3 Tore) zutiefst betrübt ob der schweren Knieverletzung 5 Minuten vor Schluß (Foto: jwg)
Nach dem Seitenswechsel wurde wenigstens eine taktische Maßnahme griffig. Carola Neckar nahm Bayreuths Spielmacherin Kerstin Müller in die enge Deckung. Das zeigte Wirkung, Vaterstetten holte auf und durch Treffer der herausragenden Krissi Bellmann und Marlies Brauer konnte der Anschluß hergestellt werden. Mit dem ersten und einzigen Treffer von Stephi Hoepner ging der TSVV dann beim 21:20 erstmals in Führung. Endlich war Vaterstetten auch wieder über die Außenpositionen erfolgreich.

Ecks Damen bekamen des Spiel allmählich in den Griff und der doppelte Punktgewinn lag in der Luft. 27:25 lautete die TSVV-Führung, als klare und korrekte Torwürfe nicht gegeben wurden. Als 15 Sekunden vor Schluß (27:26) Vaterstetten nach eigener Auszeit und in Überzahl der finale Wurf nicht gelingen wollte, nutzten die Gastgeberinnen die Lähmung der gesamten Mannschaft zum Ausgleich drei Sekunden vor dem Abpfiff.

Vaterstettens Trainer Thomas Eck als auch Haspo-Coach Udo Hermannstädter bestätigten nach dem Spiel, dass das Ergebnis so in Ordnung ginge. Vaterstettens Damen sind allerdings nicht vom Vorwurf befreit, bei eigener Führung und in Überzahl den Vorsprung nicht über die Zeit gerettet zu haben. Während Bayreuth wohl in den nächsten Wochen in der Tabelle nach oben schauen wird, hat Vaterstetten nun als Tabellenzweiter bereits drei Punkte Rückstand auf Weidhausen. Es wird nicht leichter. Neben der wohl schwerwiegenden Verletzung von Vaterstettens Kreisspielerin Evi Hoffmann galt es aber, doch noch einen erfreulichen Lichtblick mitzunehmen: Lisa Augenthaler, die erst 17jährige Schwester von Team-As Tina Augenthaler, gab neben ihrem Vorbild aus der Familie ihr erfolgreiches Debut mit drei verwandelten Strafwürfen.

Wilfried Gillmeister (jwg)


Spielstatistik:

Vaterstetten: Steffi Brandes, Janet Pritzel, Laura Cuperus, Tina Augenthaler (2), Carola Neckar (1), Evi Hoffmann (3), Krissi Bellmann (9/2), Bettina Pfeiffer (5), Marlies Brauer (3/1), Stephi Hoepner (1), Arife Krivaca, Steffi Blechinger, Verena Bruni, Lisa Augenthaler (3/3), Trainer Thomas Eck

Bayreuth: Anja Biohlawek, Kerstin Müller (5), Evelyn Hock (10), Michaele Lehnert (4), Julia Dörfler, Anne Meyer, Diana Stroie (7/5), Christina Müller, Beate Kreyßig (1), Trainer Udo Hermannstädter

Zeitstrafen: Vaterstetten 1, Bayreuth 6 + 1 rote Karte gegen Trainer Udo Hermannstädter
Strafwürfe: Vaterstetten 7/davon 4 verwandelt, Bayreuth 5/5

Schiedsrichter: Holger Schwarz, Paul Lehmann (VfB Forchheim)

(jwg)


Trainer Thomas Eck zum Spiel:
"Schade, da war mehr drin. Diese dumme Gegenstoßtor kurz vor dem Abpfiff war absolut überflüssig. Allerdings habe ich in dieser Partie auch wieder neue Regeln gelernt. Dass bei einem klaren und eindeutigen Siebenmeterpfiff für uns einschließlich Timeout das Spiel mit Freiwurf für den Gegner weitergeht, das war auch für mich neu.
Das Ergebnis ist letztlich in Ordnung. Leider konnten wir uns nicht ordentlich vorbereiten. Hallenverbot nach Sturm und Sperre wegen Baumaßnahmen ließen mit nur einem Training in zwei Wochen eine an Praxis orientierte taktische Ausrichtung nicht zu. Es war alles im Detail besprochen und wurde nicht umgesetzt. Dennoch großes Kompliment an meine Damen, denn sie haben nach dem Wechsel kämpferisch wieder ins Spiel zurückgefunden."

(jwg)