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Männer 1

TSVV-Männer wollen Traum vom ersten Auswärtssieg realisieren

Letzte Chance in Immenstadt

06.05.2017 | von Wilfried Gillmeister


Vaterstetten – Das Abenteuer Landesliga neigt sich für die Handballmänner des TSV Vaterstetten nach einjähriger Zugehörigkeit dem Ende entgegen. Die Hoffnungen, mit einer eigenen „Hausmacht“ – sprich erfolgreiche Heimspiele – den Klassenerhalt realisieren zu können, konnten nicht erfüllt werden. Die „Reinstamateure“  des Breitensportvereins im Osten von München werden wieder in die Oberliga des Bezirks Oberbayern zurückkehren.

Verlierer sind aber nicht nur die Mannschaften der Absteiger. Ein Ranking gibt es schließlich auch bei den Schiedsrichtern mit Auf- und Abstieg. Unabhängig davon steht aber fest, dass den schon lang diskutierten „Kampf am Kreis“ die Schiedsrichter nicht gewonnen haben. Es ist eine Tatsache, dass die meisten Fouls am Kreis begangen werden, aber als solche nach wie vor auch der defensiven oder offensiven Sicht der Schiedsrichter unterliegen.  Manchmal geht Einigkeit vor Richtigkeit. Zwei Schiedsrichter sehen mehr, aber auch aus unterschiedliche Perspektiven. Etablierte Teams kennen die Schiedsrichtergespanne (gegenwärtig 55 auf BHV-Level) und speziell Neulinge kommen oft zu spät aus dem Staunen heraus, wenn die Entscheidungen getroffen sind. Dennoch bleibt beruhigend, dass die Erkenntnisse bezüglich Schuldfrage über Sieg oder Niederlage in der Regel bei den internen Teambesprechungen gewonnen werden.

Das letzte Auswärtsspiel bestreiten die TSVV-Männer nun am Samstag im Allgäu beim TV Immenstadt (Beginn 16:30 Uhr, Julius-Kunert-Kalle, Allgäuer Str. 6). Das Hinspiel gewannen die Schützlinge von Trainer Michael Jäger nach begeisterndem Endspurt mit 30:29 Toren.

Die Allgäuer spielen nur noch für die Galerie, denn sie haben vor den letzten beiden Spieltagen mit der Perspektive vom sechsten Tabellenplatz ihre Schäfchen schon alle im Trocknen. Da sich auch für die anreisenden Gäste aus Vaterstetten bezüglich Tabellenplatz nichts Neues ergeben wird, sollte in diesem Spiel eigentlich der Spaßfaktor im Vordergrund stehen können.

Das Gesicht der TSVV-Mannschaft und  Spielprägungen haben sich geändert. Roman Recknagel fiel wegen Verletzung für die Rückrunde aus, Simon Taenzler läuft mit Sprunggelenksproblemen etwas seiner Form der Hinrunde hinterher und Tobias Frey bekommt nicht immer die Laufwege, die er gerne hätte. Diese drei haben im ersten Spiel 21 der 30 Tore erzielt.

Jetzt ist die Strategie etwas verlagert. Turm in „Abwehrschlachten“ ist Martin Kuhn, der aber auch vorn am Kreis gebraucht wird. Jojo Kiefl hat nach langer Verletzungspause zuletzt wieder sehr gute Akzente setzen können. Jäger hat jetzt auf der linken und rechten Außenbahn exzellente Wurftechniker. Entscheidend wird aber sein, ob die Stammtorhüter Michael Bähr und Thomas Degmeyr mithelfen können, den Traum vom ersten Auswärtssieg zu realisieren. Degmeyr fehlte zuletzt und Bähr musste das Spiel gegen Kempten nach zehn Minuten abbrechen. Zum Glück machte Maxi Balluff seinem Ruf als Retter in der Not alle Ehre. Auch wartet Fabian Jäger auf seine Bewährungsprobe zwischen den Torpfosten. „die Jungen müssen mal ran“, meint Michael Jäger. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“  Die Fragezeichen dürften erst am Samstag nach 18 Uhr mit hoffentlich positiven Ausrufezeichen auszutauschen sein.

jwg