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Männer 1

Achtungsvoller Abschied

Spaßhandball nicht verlernt

15.05.2017 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 170513 ismaning teamfoto jwg Abschied vom treuen Publikum v.l. Moritz, Konni, Francis, Maxi, Luis, Degi, Marcel, Simon, Jojo, Johannes, Ralle, Jan, Stampfi, Niklas (Fotos: jwg)

Vaterstetten – Eigentlich kann man von einem verminderten Interesse aller Betroffenen ausgehen, wenn in einem letzten Saisonspiel für beide Mannschaften alle Entscheidungen schon getroffen sind. Nicht so beim Duell des Gastgebers TSV Vaterstetten, der als Aufsteiger in die Landesliga Süd die Saison anfing, sie aber als Absteiger wieder verlässt und dem TSV Ismaning, der auch der Liga den Rücken zuwendet, allerdings als Meister in Richtung Bayernliga.

Bei Betrachtung des Spielverlaufs kam jedoch niemand auf den Gedanken, dass hier zwei sportlich unterschiedliche Welten aufeinander trafen. Zwar fehlte dem Meister Fabian Stoiber aus dem Trio, das in den letzten drei Spielen 61 von 89 Toren warf, doch reichte es offensichtlich, dass Dominik Langer und Yannik Teschner stets zur Stelle (jeweils sieben Treffer) waren, als die tapfer und ohne Respekt vor dem Meister mit Anschlusstreffern das Spannungsmoment im Spiel halten konnten.  Und das gelang mit Spielspaß, denn den haben die TSVV-Männer nicht verloren, selbst bei dem Aderlass, als es nun galt, von der Stammaufstellung der ersten Spiele gleich sieben Hochkaräter (Michael Bähr, Roman Recknagel, Tobias Frey, Andreas Bedurke, Michael Nowara, Marc Wiegert und Tim Hoffmann) ersetzen zu müssen.

Thumb 170513 ismaning martin kuhn jwg Unbestechliche Kamera - Isis zur Abwehr im Kreis: eigentlich klarer Fall für einen Strafwurf.

Die TSVV-Männer führten Dank des ersten Treffers vom Nachwuchstalent Moritz Malecki mit 1:0 und auch nach zehn Minuten, als Martin Kuhn sich geschickt am Kreis in Szene setzte und als Marcel Hülssiep per Strafwurf den 4:5- Anschlusstreffer erzielte, schien alles möglich. Tatsache aber wurde, dass die Gäste von den Fehlern der Hausherren (nur zehn Treffer bei 28 Angriffen in der ersten Spielhälfte) profitierten. Rechnerisch haben die Schützlinge von TSVV-Trainer Michael Jäger die zweite Spielhälfte sogar für sich entschieden, ohne die 26:30 (10:15)-Niederlage abwenden zu können.

Es wurde auch nach dem Seitenwechsel trotz in Summe vier Zeitstrafen und 16 Strafwürfen ein ansehnliches, ansprechendes Spiel, als Jojo Kiefl und Marcel Hülssiep die Vaterstettener Akzente setzten. Etwas Wehmut begleitete den Schlusspfiff, nicht nur wegen des Abstiegs nach nur einen Jahr, sondern dass sich Konstantin Schlömer nach über einem Jahrzehnt Zugehörigkeit zum Kernteam aus der „Ersten“ verabschiedet. Für Vaterstetten wird es jetzt darauf ankommen, die Mannschaft im Kern zusammenzuhalten. Schließlich ist das Schicksal des Durchreichens von Absteigern keine Seltenheit. Doch wer das Team beobachtet hat, konnte erahnen, dass die TSVV-Männer sich den gemeinsamen Spaß am Handball bewahren wollen.

Vaterstetten: Thomas Degmeyr, Maximilian Balluff (beide Tor), Jan Sielemann (1/1), Konstantin Schlömer, Martin Kuhn (4), Simon Taenzler (2), Francis Müller (1), Niklas Stumpf, Marcel Hülssiep (9/4), Moritz Malecki (2), Ralph Liep, Johannes Kiefl (5), Johannes Thalmeier (1), Luis Neckar (1)

Verwarnungen: TSVV 4, TSVI 3
Zeitstrafen: TSVV 1, TSVI 3
Strafwürfe: TSVV 7/davon 4 verwandelt, TSVI 7/4
Schiedsrichter: Markus Spegele / Daniel Weineck (beide SC Unterpfaffenhofen/Germering)

jwg

Mit freundlicher Genehmigung der Ebersberger Zeitung / Münchener Merkur


Wilfried Gillmeister (jwg)