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Damen 1

Julia Schmidbauer rettet das Unentschieden

Punkt nach wechselhaftem Spiel mit Willenskraft erworfen

02.10.2017 | von Wilfried Gillmeister


Vaterstetten – Zum Beginn einer Spielserie kann ein einzelner Spieltag die Tabelle kräftig durchschütteln. Die Handballdamen des TSV Vaterstetten,, bisheriger Tabellenführer Der Landesliga Süd unter vier Punktgleichen, rutschte nach dem 29:29(12:14)-Remis bei der SG Biessenhofen/Marktoberdorf auf den vierten Tabellenplatz ab.


„Hätte mir jemand gesagt, dass wir nach dem dritten Spieltag mit 5:1 Punkten oben dabei wären, würde ich nur ungläubig den Kopf geschüttelt haben“, machte TSVV-Coach nicht unbedingt einen unglücklichen Eindruck. Co-Trainerin Melanie Gernsbeck bestätigte: „Sieht man den Spielverlauf, war es sicher auch ein gewonnener Punkt.“


Die Gastgeber wollten es nach zwei Niederlagen gegen einen Aufsteiger endlich wissen und lagen bis zur 23.Minute in Front. Doch innerhalb von zwei Minuten gelang Julia Schmidbauer, Antonia Junghan und Nicola Mayerhofer den Rückstand in eine 10:12-Führung umzuwandeln, ein Vorsprung, der dank der wieder glänzend disponierten Maria Obermeier im Tor und der zuverlässig sicheren Strafwurf-Spezialistin Johanna Gernsbeck in die Pause gerettet werden konnte.


Die Spiellaune der TSVV-Damen kumulierte bis zur 44. Minute, als die wie in einem Guss spielende erste TSVV-Aufstellung mit den vorn herausragenden Nicola Mayerhofer, Johanna Gernsbeck und Maria Obermeier im Tor eine 17:24-Führung erarbeiteten.


SG-Trainer David Schmoldt Rezept einer Auszeit ging auf. Die Allgäuerinnen bäumten sich auf, trafen sieben Mal in Folge, den TSVV-Damen hingegen gelang für fünf Minuten nichts mehr. Die bis dahin starke Abwehr ließ sich überlaufen. „Wir waren fünf  Minuten platt“, räumte Graf ein. Die letzten zehn Minuten glichen einem Krimi und galten dem Ziel, doch mindestens einen Punkt zu retten. Auf dem Punkt zuverlässig traf Julia Schmidbauer  21 Sekunden vor dem Abpfiff zum 29:29-Ausgleich.


„Wir sind zum Glück noch einmal zurückgekommen“, freute sich auch Torwarttrainer Thomas Degmeyr. Er wartet voller Sehnsucht darauf, dass Maria Obermeier im Tor Entlastung bekommt, denn 60 Minuten ohne Backup sind einfach zu lang.


Doch die Freude über den letztlich gewonnenen Punkt ließ vergessen, dass man die Gastgeber schon am Rand der Niederlage hatte.


Vaterstetten: Maria Obermeier (TW), Jasmin Landgesell, Jelena Hugo (1), Lisa-Maria Becker (3/1), Julia Schmidbauer 5), Nicola Mayerhofer (7), Marina Hartmann, Johanna Gernsbeck (10/6), Anna-Lena Vogel, Sophia Vogt (1), Paulina Junghan, Verena Taenzler, Antonia Junghan (1)

Verwarnungen: SGBM 3, TSVV 4
Zeitstrafen: SGBM 2, TSVV 0
Strafwürfe: SGBM 6/davon 6 verwandelt, TSVV 8/7

Schiedsrichter: Felix Donaubauer/Benedikt Wille

jwg

Mit freundlicher Genehmigung der Ebersberger Zeitung / Münchener Merkur