Herzlich Willkommen bei den Handballern des TSV Vaterstetten!
Teamsport vom Allerfeinsten
Männer 1

Feueralarm nicht spielentscheidend für TSVV-Niederlage

Dennoch auffällige "Merkwürdigkeiten" auf dem Spielfeld

04.10.2017 | von Wilfried Gillmeister


Vaterstetten – Wenn in einem Top-Spiel der Handball-Bezirksoberliga der Männer wie zwischen der Bayernliga-Reserve des TSV Unterhaching und dem Gast  TSV Vaterstetten Anfang und Ende des Spieles total gegensätzliche Verläufe zeigen, kann man davon ausgehen, dass in den 60 Minuten dazwischen einiges geschehen ist.


Am Ende stand ein nur in der Höhe nicht erwartetes Ergebnis von 31:21 (13:8) Toren für die Gastgeber am elektronischen Anzeigedisplay. Aus der Tür, die zur Kabine der Hachinger führt, roch es noch nach Qualm, die Alarmanlage war endlich verstummt, man konnte klar die Schlusssirene hören, was für ca. acht Minuten nicht der Fall gewesen wäre. Da ließen die Schiedsrichter Lars-Jens Lehmann und Daniel Sorcik (beide FC Bayern) die Mannschaften trotz Alarmsirene weiterspielen.


Irgendwann gab es noch eine Unterbrechung, weil dann die Feuerwehr noch bestätigen wollte, dass von der Rauchquelle keine Gefahr ausgeht.  Die Schiedsrichter stellten auch fest, dass sie ja eigentlich noch die Mannschaften hätten befragen mussten, ob sie unter der immer noch nicht abgeschalteten Alarmsirene weiterspielen wollten. Die Gäste zeigten sich sportlich und willigten ein, denn auf dem Spielfeld war eigentlich alles entschieden.


Da hatten zwar die TSVV-Männer das erste und das letzte Tor geworfen, dazwischen aber nicht nur einen wie einen Meisterschaftskandidaten auftrumpfenden Gastgeber gegen sich gehabt. Viele Merkwürdigkeiten gingen davon aus, dass sich die Unparteiischen offensichtlich bei ihren Entscheidungen „dankbar“ von den Hachinger Spielern beraten fühlen konnten.


Dass jetzt keine Zweifel aufkommen: der Sieg als solcher geht voll in Ordnung. Dennoch gab es nach einer 5:2-Führung der Gäste und deren nachfolgenden unglaublichen Fehlversuchen, einen Zeitpunkt, wo das Spiel total kippte und man merkte, dass die TSVV-Männer an dem Tag keine Chance hatten. Jeder, auch die einheimischen Zuschauer erkannten, dass da auf dem Parkett für Entscheidungen fielen, die nicht immer mit dem übereinstimmten, was einfach und objektiv erkennbar war.


Natürlich waren die Vaterstettener zeitweise „von der Rolle“, doch wenn ein Skander Bouasker  (TSVU) höchst unsportlich einen Ball, den ein Vaterstettener aufnehmen durfte, mit dem Fuß ungestraft wegkicken darf, der gleiche Spieler ungesühnt und permanent die Reißfestigkeit der TSVV-Trikots prüfen durfte, sein Kollege Wilhelm Becker quasi als dritter Mann auf dem Feld permanent Entscheidungen fordern durfte und auf der anderen Seite die Schiedsrichter nicht den Unterschied zwischen Ursache und Wirkung in Entscheidungen ummünzten, dann gehört schon viel sportliches Denken dazu, mit Anstand aus dieser Partie zu gehen. Eine Vaterstettener Protestnote wäre durchaus nachvollziehbar gewesen. TSVV-Trainer Jäger sah natürlich auch nicht entschuldbare eklatante Defizite im Abwehrverhalten wie auch die haarsträubenden Probleme im Abschluss.


 


„Abhaken und Lehren daraus ziehen“, erkannte er auch einige Totalausfälle. So hofft er auf die schnelle Rückkehr der fehlenden Tobias Frey und Tim Hoffmann. „Wir haben heute nur gegen einen Titelkandidaten verloren und sollen schnell zur Tagesordnung zurückkehren.“ In der Tat, denn da gibt es einiges aufzuarbeiten.


 


Vaterstetten: Michael Bähr, Fabian Jäger (TW), Roman Recknagel (4/4), Martin Kuhn (4), Paul Rieger, Francis Müller, Luis Neckar (2), Bastian Weiper, Niklas Stumpf, Johannes Kiefl (5), Marcel Hülssiep (4), Moritz Malecki (1), Ralph Liep (1), Fabian Hartmann


Verwarnungen: TSVU II 3, TSVV 3
Zeitstrafen: TSVU II 6, TSVV 5
Rote Karte: TSVV 1
Strafwürfe: TSVU II 4/davon 4 verwandelt, TSVV 5/4


Schiedsrichter: Lars-Jens Lehmann / Daniel Sorcik (beide FC Bayern München)


 jwg