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Damen 1

Mit Durchhaltevermögen gegen Bundesliga-Reserve bestanden

Gröbenzell traf in den letzten 18 Minuten nur noch zwei Mal

09.10.2017 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 171008 gr benzell jelena hugo jwg Jelli Hugo eröffnete gegen Gröbenzell nach 36 Sekunden den Torreigen.Dieser Gegenstoßtreffer (Foto. jwg) bedeutete in der 57.Minute das 25:20

Vaterstetten – Unglaublich, aber wahr! Nach dem vierten Spieltag hat Landesliga-Aufsteiger TSV Vaterstetten gegen zuvor stark eingeschätzte  Teams von acht möglichen Punkten gleich sieben auf der Soll-Seite eingefahren. „Dieser erhoffte aber in der Klarheit nicht erwartete 27:21 (10:12)-Sieg über die Bundesliga-Reserve von HCD Gröbenzell sichert uns mindestens bis zum nächsten Spieltag einen Platz in der oberen Tabellenhälfte“,  übt sich Melanie Gernsbeck, engagierte Co-Trainerin des TSV Vaterstetten in zurückhaltender Freude.Für eine Mannschaft, die sich als Aufsteiger den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben hat, ist die Euphoriebremse das richtige Mittel für den Blick auf den eigenen Teppichrand.


Bis zur 40. Minute (15:18) und auch danach sah es noch nicht nach Sieg aus. Da hielten die drei Bundesliga-Spielerinnen im Kader des HCD, Ramona Nittel, Johanna Leubner und Verena Obermeier, im Duell der Aufsteiger mit ihren insgesamt 13 Toren das Team des Gastgebers auf Abstand.

Thumb 171008 gr benzell johanna gernsbeck jwg Johanna Gernsbeck narrt die Abwehr der Gäste und trifft zum 19:19-Ausgleich. (Foto:jwg)


Doch die zuletzt im Allgäu gezeigten  Konditionsschwächen  zeigte diesmal der Gegner. Ausschlaggebend aber war für die im Schlussviertel wie entfesselt auftretenden TSVV-Damen die von Torfrau Maria Obermeier zurückgewonnene Ausstrahlung und Sicherheit sowie Trainer Tobias Grafs strategische Umstellung in der Abwehr mit Sophia Vogt im Zentrum. „Abwehr steht“ skandierten die Fans von der Tribüne. Die Gäste warfen zehn Minuten kein Tor, wirkten platt (nur zwei Auswechselspielerinnen) und hilflos mit ihren zuvor erfolgreichen Kreisanspiel-Versuchen. Eingeleitet wurde diese Phase bemerkenswerterweise in Unterzahl mit zwei Treffern von Johanna Gernsbeck (Einzelaktion) und Julia Schmidbauer mit Ballgewinn in der Abwehr und blitzschnellem Gegenstoßtor zur 20:19 Führung, die dann nicht mehr abgegeben und sogar ausgebaut wurde..


Die Halle stand Kopf. Mit der Wende war kaum zu rechnen. „Aufgeben gibt’s nicht“ hat sich das junge Team unten auf dem Parlett geschworen und kam zurück ins Spiel, das sie dann in der Schlussphase dominierten. Jetzt gelang fast alles. Johanna Gernssbeck zirkelte den Ball anschließend vielmal ins Netz und hatte auch noch Pech bei zwei verworfenen Strafwürfen. Den „Sahneklecks“  lieferten Jelli Hugo, Nico Mayerhofer und auch noch einmal Julia Schmidbauer. Für Flüssiges hatte eingangs schon Pauli Junghan mit dem 100. Saisontor in der dritten Minute gesorgt.


Ein 45 Minuten eher nervöser TSVV-Coach Tobias Graf hatte sich noch in der 30. Minute eine gelbe Karte „erbettelt“, doch am Ende haben ihm „seine Mädels“ doch alles richtig gemacht. Einer eher von Mängeln geprägten ersten Halbzeit (65 Prozent Angriffsfehler) folgte eine Spielhälfte mit 65 prozentiger Erfolgsquote. Allerdings hat er schon das nächste Spiel bei der abwehrstarken Reserve der Bayernliga-Spitzenmannschaft von ASV Dachau im Hinterkopf. Da wird sich der Wert des erfolgreichen Starts in jeder Hinsicht zeigen.


Vaterstetten: Maria Obermeier, Theresa Schwarz (TW), Jasmin Landsgesell, Jelena Hugo (3), Lisa-Maria Becker, Julia Schmidbauer (6), Nicola Mayerhofer (4), Marina Hartmann, Johanna Gernsbeck (9/7), Anna-Lena Vogel, Sophia Vogt, Paulina Junghan (4), Verena Taenzler (1), Antonia Junghan


Verwarnungen: TSVV 4,HCD 3
Zeitstrafen: TSVV 3, HCD 2
Strafwürfe: TSVV 9/davon 7 verwandelt, HCD 4/3
Schiedsrichter: Stefan Schaub (TSV Biessenhofen / Philipp Seidel (SG Kempten Kottern)

jwg