Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
Herzlich Willkommen bei den Handballern des TSV Vaterstetten!
Teamsport vom Allerfeinsten
wC-Jugend 2

Eine Niederlage wie ein gefühlter Sieg

Auf Augenhöhe mit dem Favoriten

01.03.2018 | von Wilfried Gillmeister


Vaterstetten – Wie aus Niederlagen gelernt werden kann, wird von der weiblichen D-Jugend des TSV Vaterstetten vorbildlich praktiziert. Das hängt im Wesentlichen von der Betreuung ab. Da ist zum einen die junge Trainerin Sophia Vogt, die beispielhaft und konsequent das spielerische Lernen mit offensiver Deckung praktiziert, so wie es auch in den Rahmen-Richtlinien vorgegeben ist. Für sie ist es auch wichtig, dass alle aufgestellten Spielerinnen anteilig zum Einsatz kommen. Die Entwicklung der Spielerinnen und der Spaß am Sport ist wichtiger als der die Optimierung des Spielergebnisses.

Zum Spiel in der Bezirksoberliga kam nun TSV Forstenried zu Besuch nach Vaterstetten. Die Südmünchener sind Tabellenführer, spielen schon länger zusammen, pflegen die gleiche Sportphilosophie. Der Spaß am Sport steht an erster Stelle und ist wichtiger als der die Optimierung des Spielergebnisses. Forstenried hat das Hinspiel haushoch gewonnen.

Die Vorteile der Gäste aus dem Hinspiel, u.a. der überfallartige schnelle  Angriffsaufbau, kam diesmal nicht zur Geltung, weil  Vogt mit Coaching-Unterstützung von Josefine Müller die Rückwärtssicherung nach eigenen Angriffen elementar verbessert hat. Die Gäste waren überrascht, denn nach dem 4:4-Ausgleich lagen die elf- und zwölfjährigen Vaterstettener „Küken“ bis weit in die zweite Halbzeit sogar in Führung. Jana im Tor hielt großartig. Der eigene Ballbesitz wird immer mehr zum strukturierten Laufspiel, das Passspiel mit Einlaufen zum Kreis war positionsvariabel. Das führte dazu, dass sich acht Feldspielerinnen als Torschützen hervortun konnten.

Die Kondition rechte aber bei dem intensiven Laufspiel nicht ganz. Die Gäste warfen sich in Führung und wiederholten ihren mit 17:19(9:8) Toren diesmal knappen und glücklichen Erfolg. Drei verworfene Strafwürfe für Vaterstetten haben möglicherweise eine kleine Sensation verhindert.

„Jetzt haben wir die Gegenstoßtore nicht verhindern aber besser abwenden können“, meinte Sophia Vogt, „nur zum Üben eigener Blitzangriffe mit langen Steilpässen in die Tiefe des Spielfeldes fehlt uns die Hallenkapazität“. Da fehlen Mut und Sicherheit. Hier hilft nur hoffen auf die neue Dreifachturnhalle in der Saison 2019/20.

Dennoch fühlte sich die knappe Niederlage wie ein kleiner Sieg an. So verließen auch elf junge Handballerinnen erhobenen Hauptes das Spielfeld, denn sie haben einem Favoriten ordentlich Paroli geboten. Das durchweg faire Spiel hat Spaß gemacht. Das „shake hands“ am Ende legte Zeugnis für gegenseitigen Respekt und gemeinsamen Handballspaß.

Auch noch ein Wort zum Schiedsrichter: Meist heißt es in Bayern: nix gesagt ist genug gelobt. Der erfahrene Schiedsrichter Dusko Posnic vom TSV Milbertshofen zeigte ein gutes Gespür für den Spielfluss und wenn er mal eingriff um zu ermahnen, dann lediglich, um keine Härte aufkommen zu lassen.

Vaterstetten: Jana W. (Tor), Carlotta V. (1), Pippa E. (1), Sarah L. (1), Melissa B. (2), Miriam E. (8/2), Stella H. (1), Katharina F., Maja M. (1), Maria N. (1), Teresa B. (2)

 

jag / niwoh