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Damen 1

Den Saisonendspurt mit Kantersieg über Gundelfingen eingeleitet

TSVV-Damen gut gerüstet für die letzten drei Aufgaben

09.04.2018 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 180408 tvgundlf pauli junghan 1 jwg Beste Wurflaune bot Pauli Junghan. Dass ihr dabei das 666. Saisontor gelang, erfreute auch ihre Mitspielerinnen. dawar eine "Runde flüssiges" fällig (Foto:jwg)

Vaterstetten – Schadlos hat die D1 die Osterferien überstanden, sieht man von einer Maibaumwache mit entsprechendem Schlafdefizit ab. Eine Viertelstunde brauchte das Team um im Heimspiel gegen TV Gundelfingen die Rollenverteilung zurechtzurücken. Schließlich gilt es, bis zum letzten Spieltag die glänzende Rolle, die die Aufsteigerinnen bisher geboten haben, zu verteidigen. Ein Endstand von 39:22 (16:13) legte dann aber Zeugnis für eine alle Einheimischen zufriedenstellende Partie.

Von den Gästen war etwas mehr erwartet worden. Schließlich sind sie bezüglich Klassenerhalt noch nicht aus dem Schneider, dennoch aber mit nur einer Wechselspielerin angetreten. Die Gäste überraschten mit eher unorthodoxen Angriffszügen und ließen sich dabei gerne etwas Zeit nach dem Motto „wer den Ball hat, kann keine Gegentore kassieren“. Den Anfangsrückstand hatten sich aber die Schützlinge des Trainertrios Tobias Graf, Melanie Gernsbeck und Thomas Degmeyr selbst zuzuschreiben. Nicht nur, weil im TVG-Tor Lena Pertler eine starke Leistung brachte. Die Protagonistinnen modernen Angriffshandballs Marke Vaterstetten erarbeiteten sich eine Vielzahl von Chancen, die zwar vielfach das Torgebälk, nicht aber den Weg ins Tor fanden.

Es dauerte bis zur zwölften Minute, bis nach Toren von Valerie Gollnhofer (2), Verena Taenzler und Johanna Gernsbeck (2) die TSVV-Damen die Führung an sich rissen und dann nicht mehr abgaben. Groß war der Jubel, als Alena Kraus mit einem lupenreinen Hattrick die Führung auf 14:9 Tore ausbaute. Die zwischenzeitliche Aufmerksamkeit der TSVV-Abwehr erfuhr einen letzten Riss, als den Schwaben eine letztmalige zahlenmäßige Annäherung gelang.



Thumb 180408 tvgundlf verena taenzler 1 jro Schwer bis gar nicht in den Griff zu bekommen, war Verena Taenzler. Wenn, dann auf Kosten eines 7m-Strafwurfs. (Foto: Jürgen Rossmann)

Nach der Pause sollte sich die aufstellungsmäßig numerische Überlegenheit der Gastgeberinnen auswirken. 12:1 Tore in zwölf Minuten - und für die Galerie in entsprechend attraktiver Variabilität - sorgten für klare Verhältnisse. Beim Stand von 28:14 nahm das Gäste-Trainerduo Christof Traut und Joachim Kratsch eine Auszeit, ohne am Verlauf etwas ändern zu können. Pauli Junghan, mit sieben Treffern am Torreigen beteiligt, sorgte in der 53. Minute mit einem sehenswerten Rückraumwurf zum 34:18-Zwischenstand für das 666. Saisontor der Mannschaft. Dass später nicht noch ein mögliches 40. Tor im Spiel fiel, hielt sich noch länger mit dem schelmischen Prädikat „Arbeitsverweigerung“ als Gerücht.

„Heute konnten sich alle zeigen“, meinte Graf, „selbst wenn der Start etwas holprig war: wir sind für den Endspurt gerüstet.“ Es gilt schließlich, den zweiten Platz zu verteidigen, der für die Relegationsspiele zur Bayernliga berechtigen würde. Das wäre so etwas wie die Wiedergeburt des Vaterstettener „Fräuleinwunders“ vor knapp 20 Jahren. Damals begeisterten die Mütter mit einem Durchmarsch bis zur Regionalliga. Heute sorgen ihre Töchter auf dem Handballparkett für Furore.

Vaterstetten: Maria Obermeier, Theresa Schwarz (beide Tor), Jasmin Landsgesell, Alena Kraus (6), Lisa Maria Becker (1), Julia Schmidbauer (3), Nicola Mayerhofer (5), Marina Hartmann (1), Johanna Gernsbeck (5/5), Valerie Gollnhofer (4), Anna-Lena Vogel (2), Paulina Junghan (7), Verena Taenzler (5)

Verwarnungen: TSVV 3, TVG 3
Zeitstrafen: TSVV 1, TVG 2
Strafwürfe: TSVV 5/davon 5 verwandelt, TVG 4/2
Schiedsrichter: Julia Kranich/ Katharina Künstner (beide SpVgg Altenerding)

jwg