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Damen 1

Kür mit Gala-Ambitionen

TSVV-Damen gegen Haunstetten II auf begeisternder Erfolgswelle

23.04.2018 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 180422 d1 team gegen haunstetten jwg Sie haben allen Grund zum Strahlen: hinten vl: Thomas (Tr.), Marina, Anna-Lena, Antonia, Johanna, Nicola, Paulina, Alena, Tobias(Tr.), vorn vl: Melanie (Tr.), Valerie, Verena, Jelena, Maria, Theresa, Lisa-Maria, Samantha, Julia (foto:jwg)

Vaterstetten – Wer erst nach dem Abpfiff des Topspiels der Landesliga Süd der Handballdamen die Halle betrat, hat einiges versäumt. Er dürfte seinen Augen nicht getraut haben. Die Handballdamen des TSV Vaterstetten, designierter Zweiter, empfing den voraussichtlichen Meister TSV Haunstetten II zum Spitzenspiel der Liga.
Es war ein Spitzenspiel, jedoch nur für die Einheimischen. Das nahezu nicht Fassbare in eingetreten. Die Schützlinge von Tobias Graf, Melanie Gernsbeck und Thomas Degmeyr spielten sich in einen so nicht gekannten Rausch und schickten die Gäste mit einer 35:20 (18:5)-Packung wieder ins Schwabenländle zurück.
Beide Teams waren im Vergleich zum Hinspiel nicht wiederzuerkennen. Doch damals fehlte Maria Obermeier, die im Tor nun der gewohnt große Rückhalt war.  Hinzu kommt eine verbesserte Kommunikation in der Abwehr. Die Gäste konnten nicht ihr gewohntes Powerplay aufziehen, hatten Probleme mit der Wurfpräzision (Harzverbot in Vaterstetten) und wurden von den Schiedsrichtern häufig ins Zeitspiel gezwungen. Die Gastgeberinnen hatten allen Respekt vor dem Gegner in der Kabine gelassen. Selten hat man die TSVV-Damen so zielstrebig und konzentriert spielen sehen. Graf: „Das war unser bestes Saisonspiel“. Auch Für Statistikfans kann festgehalten werden, dass die TSVV-Damen  jetzt daheim im dritten Jahr unbezwungen sind.  

Thumb 180422 haunstetten johanna gernsbeck jwg Johanna eroffnet den Torreigen mit zwei Treffern zum 2:0. Marina hat die Lücke aufgetan. Die Körpersprache von Anne Kurstedt (Nr. 23)verriet Bände (Foto:jwg)

Als es in der 15.Spielminute bereits 8:2 für Vaterstetten stand, nahm Gästetrainer Alex Rupprecht unter dem Jubel der Tribüne seine Auszeit. Bei den Gästen war Feuer unterm Dach und kein richtig guter Zug zum Tor. Der einzig für sie gegebene Strafwurf war dann auch noch eine Beute von Maria Obermeier. Die „Ladehemmungen“ auf der Gegenseite hatte ergebnismäßige Folgen. Die einfachen Tore wollten nicht gelingen. Vaterstetten war auch im Rückwärtsgang aufmerksam und ließ kaum Gegenstöße zu. Die eigenen Aktionen hatten eine unglaubliche Effizienz. Besonders Julia Schmidbauer bedankte sich bei ihren Nebenleuten, die sie immer wieder in Position brachten. Ein ganzes Dutzend ihre Würfe landete im Netz. Das ist Team-Saisonrekord. Die Konzentration hielt über die 60 Minuten. Vaterstetten baute die Führung kontinuierlich weiter aus. War der Sieg über Taufkirchen so etwas wie hochkonzentrierte Pflicht, so geriet die Partie gegen Haunstetten zur Kür mit Galaambitionen.
Nach der 35:23-Niederlage im Hinspiel haben die TSVV-Damen jetzt im direkten Vergleich sogar das bessere Torverhältnis. Haunstetten muss nun im abschließenden Heimspiel gegen Taufkirchen mindestens einen Punkt holen, sonst würden die TSVV-Damen im Falles des eigenen Erfolgs beim Kissinger SC den Haunstettenern sogar noch den Titel entreißen und selbst Meister und direkter Aufsteiger werden können.
„Gemach“, meint das TSVV-Trainerteam unisono. „Wir sind aus eigener Kraft Vizemeister geworden und haben die Relegation geschafft“. Mehr wäre tatsächlich ein Geschenk.

Vaterstetten: Maria Obermeier; Theresa Schwarz (beide Tor), Lisa Maria-Becker, Julia Schmidbauer (12), Nicola Mayerhofer (5), Marina Hartmann (3), Johanna Gernsbeck (5/2), Valerie Gollnhofer (4), Anna-Lena Vogel (1), Samantha Müller, Paulina Junghan (2), Verena Taenzler (2)
Verwarnungen: TSVV 3, TSVH II  3
Zeitstrafen: TSVV 1, TSVH II 4
Rote Karten: TSVV 0, TSVH II 1
Strafwürfe: TSVV 3/2 verwandelt, TSVH II 1/0
Schiedsrichter: Marino Balogh / Florian Nerl (beide FC Bayern)

jwg

Mit freundlicher Genehmigung der Ebersberger Zeitung / Münchener Merkur