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Damen 1

Keine Kaffeefahrt nach Kissing

TSVV-Damen wollen ihre Titelchance wahren, sind aber auf fremde Hilfe angewiesen

28.04.2018 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 180414 08 frauenpower nico maria julia johanna jwg Frauenpower, made in Vaterstetten: Nico, Julia und Johanna warfen zusammen 404 von 741 Toren. Die strahlende Maria sorgte dafür, dass überwiegend mehr Tore geworfen als kassiert wurden. (Foto:jwg)

Vaterstetten - In der Landesliga Süd der Handballdamen ist das Saisonende noch einmal spannend geworden. Nicht am Tabellenende, wo die Absteiger mit Dietmannsried/Altusried, Aichach und Schleißheim bereits feststehen, Gundelfingen sich noch über eine Relegation retten kann.

Lange schien es, als ob an der Spitze alles zementiert sei. Bayernliga-Absteiger TSV Haunstetten II marschierte souverän mit 14 Starterfolgen vorneweg und Aufsteiger TSV Vaterstetten begab sich bescheiden und unauffällig in den unmittelbaren Windschatten der vermeintlich Unbezwingbaren. Doch der Augsburger Primus leistete sich unerwartete Schwächen, von denen Vaterstetten zwar auch nicht verschont blieb, doch es führte dazu, dass die eher unbekümmerten Aufsteiger näher heranrückten.

Am vorletzten Spieltag versorgte dann Vaterstetten das Saisonfinale am Sonntag, wenn alle sieben Spiele zur gleichen Zeit (14 Uhr) angepfiffen werden, unverhofft mit Spannungsmomenten. Es war besonders der eigene hohe 35:20-Sieg über die Haunstettener Reserve, der noch einmal Bewegung brachte. Plötzlich hatten die Newcomer vor den Osttoren Münchens Hoffnung aufgrund des Vorteils über den direkten Vergleich. Doch dafür müsste Haunstetten nach zwölf klaren Heimsiegen ausgerechnet das letzte Heimspiel gegen Taufkirchen verlieren. Das wäre dann vermutlich die letzte große Sensation dieser Saison.

Die TSVV-Damen wollen ihren guten Lauf der letzten vier Spiele (139:91 Tore, durchschnittliches Tordelta: zwölf) mit dem Auswärtsspiel beim Kissinger SC krönen. „Wir sind noch im Wettkampfmodus und nehmen an, in die Relegation gegen die Nordzweiten der Landesliga zu müssen“, rechnet der erfahrene TSVV-Coach Tobias Graf nicht damit, dass Haunstetten sich ausgerechnet im letzten Spiel noch die Butter vom Brot nehmen lassen wird. „Wir sind Realisten, keine Wunschdenker“.

Die Kissinger Frauen wollen natürlich gegen Vaterstetten einen erfolgreichen Klassenerhalt feiern. Trotz bestmöglicher Aufstellung und einem Hinspielsieg ist nicht vergessen, dass es die Kissinger Frauen waren, die den Haunstettenern die erste Saisonniederlage angehängt haben. Eine Kaffeefahrt wird das für den TSV Vaterstetten garantiert nicht.

jwg

Mit freundlicher Genehmigung der Ebersberger Zeitung / Münchener Merkur