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Teamsport vom Allerfeinsten
Männer 1

Zwang zur Verjüngung beim TSV Vaterstetten

zur Beachtung: Spiel findet in Anzing statt (19 Uhr)

27.10.2018 | von Wilfried Gillmeister


Vaterstetten – 17+4 – Das sind magische Zahlen für Freunde des Kartenspiels, das auch „Spiel 21“ heißt oder auch weltbekannt als „Blackjack“ gespielt wird. Nicht so gut auf diese Zahlenkombination zu sprechen sind Thomas Eck und Michael Jäger, die beiden Trainer der Vaterstettener Handballmänner in der Bezirksoberliga. 17+4 – das heißt für sie, dass sie an den ersten fünf Spieltagen aufgrund von Ausfällen bereits 17 Feldspieler und vier Torhüter zum Einsatz bringen mussten.

„Wir brauchen keine Überbringer mehr von schlechten Nachrichten“, sagen sie und denken wahrscheinlich dabei auch nicht an das klassische Altertum, das für solche Überbringer ein unglückliches Schicksal kannte. Sie fragen sich eher, was für sie an Alternativen für einen „schwindsüchtigen“ Kader übrigbleibt und zeigen erst einmal Dankbarkeit gegenüber einem Verein (SV Anzing) in der Nachbarschaft, der seine Halle am Sportzentrum zur Verfügung stellt, weil die Sporthalle des Vaterstettener Humboldt-Gymnasiums wieder einmal Sanierungs- und Reparaturbedarf hat.

Das ist ja für Vaterstettener Verhältnisse nichts unbedingt Neues, Heimspiele auswärts bestreiten zu müssen. „Nicht so dramatisch“, wiegelt auch Abteilungsleiter Christian Vogel ab, „besser als zeitlich verlegen zu müssen“.

Sind die TSVV-Trainer einerseits froh, dass die Ausfälle von Erfahrungsträgern den Verjüngungsprozess beschleunigen, so wissen sie auch, dass der Prozess Zeit und Geduld braucht. „Die jungen Leute müssen Fehler machen dürfen, ohne dass man das ihnen anhängt“, meint Jäger und Kollege Eck ergänzt, dass von ihnen auch nicht kontinuierlich an jedem Tag Topleistungen erwartet werden dürfen.  So entwickelt sich diese Saison mit dem Spiel gegen den unberechenbaren FC Bayern München (Beginn Samstag, 19 Uhr, Am Sportzentrum Anzing) zu einer Übergangssaison.  Insofern ist das zuletzt in Blumenau verlorene Spitzenspiel auch kein Beinbruch. „Da werden auch noch andere Punkte liegen lassen“, ist sich Jäger sicher und mit dem Blick auf das Spiel in Anzing:  „Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel, weil wir es ständig mit wechselnden Bedingungen zu tun haben“.

Wilfried Gillmeister (jwg)