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Teamsport vom Allerfeinsten
Damen 1

Mit drei TOP15-Torschützen in die Handball-Hochburg Haunstetten

TSVV-Rezept: „Mehr reden, mehr abstimmen, mehr bewegen“

03.11.2018 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 181007 kissing johanna gernsbeck1 jwg Die Angst der Schützin beim 7Meter? Für Johanna ein Fremdwort. Mit 27 Vollstreckern bei 36 Versuchen steht sie an 2. Stelle in der Liga, (Foto:jwg)

Vaterstetten - Es dürfte zumindest für bayerische Verhältnisse ein Novum sein, dass eine dritte Handball-Damenmannschaft bis die Landesliga aufsteigt. Der TSV Haunstetten hat es geschafft. Deren „Erste“ (mit der Ex-Vaterstettenerin Annika Schmid) ist im letzten Jahr am Aufstieg  in die zweite Bundesliga gescheitert, die „Zweite“ machte es in der Vorsaison mit dem Wiederaufstieg in die Bayernliga möglich, dass die “Dritte“ einen Durchmarsch ohne Pause von der Bezirksliga zur Landesliga realisieren konnte. Haunstetten ist mit acht Senioren- und zwölf Jugendteams so etwas wie der Augsburger Schmelztiegel des Handballsports. Bei den Dimensionen kann man sich auch gut vorstellen, dass in der Halle an der Landsberger Straße auch stimmungsmäßig immer etwas los ist.

Nun muss der Vorjahres-Aufsteiger und letztjährige Vizemeister TSV  Vaterstetten am Samstag in den Süden der Fuggerstadt (Beginn 18 Uhr, Halle Landsberger Str. 3a), um mit einem Erfolg die eigenen Chancen auf einen vorderen Tabellenplatz zu wahren. Die Aussichten dazu stehen nicht schlecht. Die Gastgeber befinden sich gegenwärtig auf dem elften Rang und haben ihre Heimstärke gegen Bayernliga-Absteiger TSV Ottobeuren und Bayernliga-Reserve ASV Dachau unter Beweis gestellt. Allerdings ging die Vorbereitung der Schwaben auf das Samstagspiel zuletzt in Herrsching verloren.

Für die Schützlinge von TSVV-Chefcoach Tobias Graf wird es darum gehen, die Abwehr so zu stabilisieren, dass der gegnerische Rückraum geblockt werden kann, ohne die Deckung damit zu öffnen. „Das ist keine Quadratur des Kreises“, meint Graf. „Mehr reden, mehr abstimmen, mehr bewegen“, wird der Schlüssel für den Erfolg sein.

Das gilt auch für den Angriff, der seine klaren Chancen nutzen muss. „Was nützen die schönsten Positionsangriffe oder gekonnte Gegenstoßaktionen, wenn beim Abschluss die letzte Konzentration fehlt.“ Das wäre gegen Biessenhofen-Marktoberdorf beinahe schief gegangen.

Trotz des Heimvorteils dürften die Gastgeber nicht unbedingt die Favoritenrolle tragen. Vaterstetten hat zwar ein paar Ausfälle zu beklagen, verfügt aber über eine starke erste Aufstellung und Talenten, die auf ihre Chancen lauern. Es gilt die Kräfte geschickt einzusetzen und zu verteilen. Auch haben vier Siege in Folge das Selbstvertrauen stabilisiert. „Wir fahren nicht nach Haunstetten, um die Punkte dort zu lassen“, meint Achsenspielerin Johanna Gernsbeck selbstbewusst als eine von der jüngeren Stammspielerinnen. Sie muss es wissen, ist sie doch gemeinsam mit Nicola Mayerhofer und Julia Degmeyr unter den Top15 der aktuellen Torschützenliste.

Wilfried Gillmeister (jwg)