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Damen 1

Nach 20minütiger Katastrophe bravourös ins Spiel zurückgefunden

TSVV-Damen zeigten nach dem Wechsel ihr wahres Gesicht

30.04.2019 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 190324 02 haunstetten laola nach dem sieg jwg Letztes Heimspiel mit kämpferischem und begeisterndem Abschluss

Vaterstetten – Das vorletzte Saisonspiel der Vaterstettener Handballdamen hatte in der Landesliga Süd gegen die Zweiten und Relegationskandidaten für Bayerns höchste Spielklasse Topspiel-Charakter. Einerseits durch die Tatsache, dass die TSVV-Damen im Hinspiel in Laim nach kämpferisch starker Leistung nur mit 35:32 unterlegen waren, andererseits leisteten sich die Westmüncherinnen in der Saison-Schlussphase ein paar unerwartete Ergebnisse, die den Kampf um Platz 2 noch einmal interessant werden ließen. Der zuletzt verbliebene Kandidat Landshut hat aber am Samstag auswärts verloren, so dass die Laimer Damen mit ihrem Trainer Sascha Schrödter schon vor dem Spiel in Vaterstetten die Relegationsspiele gegen VfL Günzburg (Vize der Landesliga Nord) fest auf dem Schirm hatten.

Dem entsprechend spielten sie auch in Vaterstetten locker, schnell und kampfbetont beim Noch-Vizemeister auf. Vorweg: die TSVV-Damen hatten keine Chance. Das Spiel war 48 Sekunden alt, da führten die Gäste bereits mit 0:2 Toren. Genau eine Minute später löste TSVV-Trainer Tobias Graf seine Auszeit ein und konnte durch Nico Mayerhofer (nur kurzzeitig in enge Deckung genommen) und Johanna Gernsbeck (per Strafwurf) ausgleichen. Während Laim die spielerische Linie behielt, kamen die Einheimischen erstmals so richtig von der Rolle. Nichts gelang und die letzten 20 Minuten vor der Pause gerieten fast zu einer Demütigung. Das Fehlerkonto (32 in der ersten Halbzeit) nutzten die Gäste gnadenlos aus. Mit ernüchternden 7:19 Toren wurde das TSV-Team in die Pause geschickt.

Die zweite Halbzeit geriet dann angenehm überraschend aber noch zu einem Damenhandball-Schmankerl, weil das Team vom Trainertrio Tobias Graf, Melanie Gernsbeck und Thomas Degmeyr wie ausgewechselt ins Spiel zurückfand und bewies, dass es zu Recht zu den stärkeren Teams der Liga gehört. Mit der Abwehr steigerten sich auch die TSVV-Torfrauen und vorn gelang es, die geschickt vorgezogene Laimer Deckung zu überwinden. Die Fehlwurfquote war genauso hoch wie vor der Pause, aber die Fehlpässe, die zuvor wie Einladungen zu einfachen Gegentoren wirkten, gingen zurück. Von einer Aufholjagd konnte keine Rede sein, aber bei einem Endstand von 26:34 für die designierten neuen Vizemeister haben die TSVV-Damen sich mit einer isoliert gerechneten zweiten Spielhälfte (19:15) rehabilitiert. Graf konnte auch wieder ein freundliches Gesicht zeigen: „Wir sind wieder ins Spiel zurückgekommen“. So konnte den Gästen doch mit einem überzeugenden Lächeln gratuliert werden.

Vaterstetten: Theresa Schwarz, Sophia Hoffmann (beide Tor), Christina Hoffmann (1), Jelena Hugo (3), Lisa-Maria Becker (3), Nicole Mayerhofer (5), Antonia Junghan (1), Johanna Gernsbeck (8/6), Anna-Lena Vogel (n.e.), Samantha Müller (1), Sophia Vogt (2), Paulina Junghan (1),Verena Taenzler (1)

Verwarnungen: TSVV 4, SVML 3
Zeitstrafen: TSVV 0, SVML 3
Strafwürfe: TSVV 7/davon 6 verwandelt, SVML 2/2
Schiedsrichter: Julia Kranich / Katharina Künstner (beide SpVgg Altenerding)

Wilfried Gillmeister (jwg)

Mit freundlicher Genehmigung der Ebersberger Zeitung / Münchener Merkur