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Teamsport vom Allerfeinsten
Männer 1

Vaterstetten zwingt die Truderinger Minimalisten in die Knie

Zeitspiel der Gäste war kein Erfolgsrezept

11.03.2020 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 200308 verschworene gemeinschaft jwg Kein Spiel in gleicher Aufstellung, unterm Strich aber eine verschworene Gemeinschaft, das haben sich die M1-Männer auch nach dem Trudering-Spiel für den Rest der Saison versprochen

Vaterstetten – Eine durchaus gängige Spielphilosophie im Mannschaftssport besagt, dass ein Gegner kein Tor erzielen kann, wenn die eigene Mannschaft im Ballbesitz ist. Die Schiedsrichter im Handballsport sind gehalten, diese oft in Spielverzögerung ausartende Strategie durch Armheben anzuzeigen. Dann darf der Ball noch maximal sechs Mal den Besitzer wechseln, danach wird unterbrochen und dem Gegner der Ball zugesprochen.

Dass diese Strategie sich auf das gesamte Spiel auswirkt, lässt sich in der Handball-Bezirksoberliga Oberbayern nachweisen. Da hatte der TSV Vaterstetten die Ortsnachbarn vom TSV Trudering zu Gast, einTeam, das genau diese Spielweise des Ballhaltens bevorzugt. Dies zwingt natürlich auch die jeweiligen Gegner zu erhöhter Konzentration, weil damit auch der eigene Ballbesitz eingeschränkt ist und Fehlwürfe und -pässe eher zu fatalen Folgen führen können. Ob dies der Attraktivität des Spieles dienlich ist, darf einfach mal in Frage gestellt werden.

Tore sind nun einmal das Salz in der sportlichen Suppe. Je mehr, desto lieber, sagt sich jeder Zuschauer. Ob Mannschaften wie TSV Trudering damit Zuschauer anlocken, sei dahingestellt. Nachgewiesen ist aber, dass sie nicht nur selber die wenigsten Tore der Liga werfen, sondern dass in Spielen mit ihrer Beteiligung die wenigsten Tore fallen. Schlechter -aber mit anderer Ursache - ist der Torquotient nur noch bei den voraussichtlichen Absteigern der SG SHV/UHC Salzburg.

Die Hausherren hatten das große Plus zweier guter Torhüter. Michael Bähr überragte mit glänzenden Reaktionen und Daniel Schappert war bei seinen temporären Einsätzen hellwach und wehrte auch einen Strafwurf ab.

Es dauerte aber doch bis weit in die Mitte der zweiten Halbzeit, ehe sich die Gastgeber in der Tordifferenz absetzen konnten. Der 26:18(10:10)-Erfolg sollte für Vaterstetten erst spät erwartbar sein, denn in der 41. Minute konnten die Gäste noch einmal zum 15:14 aufschließen.  Die TSVV-Männer hatten wieder einmal einen signifikanten Aufstellungswechsel, weil mit Francis Müller und Johannes Kiefl zwei Leistungsträger fehlten. Es war ein kämpferisches Spiel mit so wenig technischen Fehlern auf TSVV-Seite wie noch nie in dieser Saison. Das Trainergespann Tom Eck und Michael Jäger hat das Team optimal auf diese Partie eingestellt. Mit Tim Hoffmann. Tim Schräder und Tobias Frey aus dem Rückraum kommend sowie den beiden Außen Marcel Hülssiep und Paul Rieger waren die Protagonisten im Vaterstettener Spiel schon aufgezählt. 

Der schwer erkämpfte Sieg sorgt bei den TSVV-Männern nun auf dem siebenten Rang mit ausgeglichenem Punktkonto für eine doch entspannte Schlussphase der Saison.

Vaterstetten: Michael Bähr, Daniel Schappert (beide Tor), Tim Hoffmann (5), Andreas Bedurke, Tobias Frey (3), Paul Rieger (3), Niklas Stumpf (1), Johannes Thalmeier, Sebastian Langenhan, Adriano Penzkofer (2/2), Tim Schräder (6), Tobias Maier, Marcel Hülssiep (6/3)

Verwarnungen: TSVV 4, TSVT 3
Zeitstrafen: TSVV 7, TSVT 6
Strafwürfe: TSVV 5/davon 5 verwandelt, TSVT 4/3
Schiedsrichter: Karsten Bohm / Holger Hauft (beide SV München Laim)

jwg