14.01.2026
Zwischenspurt und Ruhepausen
HANDBALL – BEZIRKSLIGA Favorit Vaterstetten müht sich zu 34:30-Erfolg in Grafing
Mit einem 34:30 (16:13)-Derbysieg in Grafing sind die Vaterstettener Handballer ins neue Jahr gestartet.
Womit die Hoffnung beim Tabellenvierten der Bezirksliga 2, in der restlichen Saison weiter um den Titel mitmischen zu können, neue Nahrung bekommen haben dürfte. Was TSVV-Coach Niklas Stumpf, der mit Steffen Pilopp die Gäste betreut, allerdings zu denken geben wird, könnte die mangelhafte Konsequenz im Vaterstettener Spiel sein. Denn nach einem guten Start mit schnellen Umschalt-Aktionen und einer sehr agil fungierenden Abwehr ließ man Grafing den 1:4-Rückstand aufholen.
„Wir haben uns dann auch nicht wirklich fangen können“, so Vaterstettens Trainer, der in den ersten 20 Minuten „einfach zu viele technische Fehler“ seines Teams sah. „Auch die Abschlussquote hat nicht gestimmt.“ Grafings Coach Martin Fischbacher freute sich indessen, dass seine Spieler „auf Augenhöhe“ mitmischten. Was keinesfalls selbstverständlich sei. „Vaterstetten verfügt über eine routinierte Mannschaft – 16 erfahrene Spieler. Und bei uns standen gleich drei 17-Jährige im Kader. “Fischbacher bescheinigte Julius Lechner, der sein erstes Spiel im Herrenbereich absolvierte, sowie Jakob Althoff und Jakob Blum allerdings, „ihren Job gut gemacht“ zu haben. Was den TSVV nicht daran hindern konnte, einen Zwischenspurt einzulegen und sich bis zur Halbzeit einen Drei Tore-Vorsprung zu erarbeiten.
„Grafing hat zwischenzeitlich einzelne Spieler von uns rausgedeckt“, so Stumpf, „zuerst den Johannes Kost und dann den Daniel Edelmann“. Ein Rezept, das die Gastgeber auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit erfolgreich beibehielten. „Nach knapp einer Viertelstunde haben wir dann aber den Anschluss verloren“, konstatierte Fischbacher. Bis zur 48. Minute kam der TSVV so zu einem soliden Vorsprung (20:27). „Und dann haben leider ein paar unserer Spieler gedacht, ein Handballspieldauert nur 50 Minuten“, sagte Stumpf lachend.
Seine Vaterstettener nahmen die Restspielzeit auf die leichte Schulter, während Grafing nochmal Gas gab und auf vier Tore herankam (56./ 26:30). „Doch in der Abwehr waren wir nicht entschlossen genug, da hat das Zweikampfverhalten nicht gestimmt“, so Fischbachers Analyse. Der TSV Vaterstetten schaffte es, mit einer Auszeit, Stabilität zurückzugewinnen und nicht zuletzt dank der Paraden von Keeper Jonas Knott die Punkte beim Endstand von 30:34 mitzunehmen. Freude und Erleichterung hielten sich jedoch am Ende bei TSVV-Trainer Niklas Stumpf die Waage: „Im Derby gewinnt man natürlich immer gerne.“
Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur vom 13.01.2026 - Wolfgang Herfort
Bild: Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur vom 13.01.2026 - St. Rossmann