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Vaterstetten erwartet in Erlangen keine Gastgeschenke

Heißes Pflaster Hirsemann-Halle

11.04.2007 | von Wilfried Gillmeister


Thumb 1174835493 Zwölf Pflichtspieleinsätze hatte Nachwuchstalent Caro Neckar bereits in dieser Saison. In Erlangen ist sie nicht dabei. Abiturvorbereitungen haben Vorrang. (Foto: jwg)
Vaterstetten - "Ein letztes Mal auf Reisen gehen!" Die Handballdamen vom TSV Vaterstetten freuen sich nach einer indessen sieben Monate andauernden Saison auf das bevorstehende Finale, wenn am 5.Mai zum letzten Spiel in Vaterstetten (gegen Burghausen) angepfiffen wird. Doch vorher gilt es, sich in drei weiteren Spielen mit besten Empfehlungen für die nächste Saison aus der Bayernliga zu verabschieden. Dazu gehört auch das Auswärtsspiel am Samstag (Beginn 20.15 Uhr) beim stark abstiegsgefährdeten HC Erlangen.

"Uns erwartet ein ganz heißes Pflaster," ist sich TSVV-Trainer Thomas Eck sicher, dass das Gastgeberteam aufopferungsvoll um die letzte Chance zum Klassenerhalt kämpfen wird. Möglicherweise zu spät hat die Abteilungsleitung versucht, das Ruder herumzureißen. Tiefpunkt war Ende Januar daheim gegen den als Absteiger festetehenden TV Marktleugast die siebente Niederlage in Folge. Ein Trainertriumvirat ((Ullrich Wichmann / Peter Heimpel / Steffen Bloß) sollte den Knoten zum Platzen bringen und die Mannschaft aus der Gefahrenzone führen. Nur die Rückrunde gerechnet, stünde der HCE auf einem Nichtabstiegsplatz. Einen großen Hoffnungsimpuls gab der überraschende 30:26-Erfolg beim heimstarken Mitkonkurrenten Burghausen.
"Das dürfte wohl Warnung genug sein, dieses Spiel nicht als nachösterlichen Ausflug zu betrachten," warnt Eck vor Leichtsinn. Ein 24:18-Sieg seiner Damen im Hinspiel ist für den TSVV kein Ruhekissen. Er wird mit der bestmöglichen Aufstellung in die fränkische Studentenstadt fahren. Für Vaterstettener Verhältnisse heißt das natürlich wieder, auf einige Spielerinnen des Kernteams verzichten zu müssen. Der Abiturstress hält einige Nachwuchskräfte von dem Auswärtsspiel ab, ebenso wie auf Linksaußen Arife Krivaca, Steffi Brandes und Kirsten Richter verzichtet werden muss. Vor Verena Brunis Einsatz steht ein dickes Fragezeichen. Einige von Ecks Stammspielerinnen laufen der Form der Hinrunde nach. Dennoch ist die Substanz vorhanden, die restlichen vier Spiele, und damit auch die Partie in der Erlanger Karl-Heinz-Hiersemann-Halle, zu gewinnen. Als gutes Omen kann man auch die Erlanger Statistik heranziehen, die eine schlechtere Heim- als Auswärtbilanz ausweist.
"Wir müssen in Erlangen den Kampf annehmen, dann haben wir eine gute Chance," sieht Eck die Notwendigkeiten in der aktuellen Form seiner Mannschaft. Selbst wenn die Meisterschaft schon seit vielen Wochen abgehakt ist, gibt es noch Ziele: "Den dritten Platz und eine positive Auswärtsbilanz erreichen sowie mit weniger als 20 Toren pro Spiel als beste Abwehr aus der Saison zu gehen."